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ANTICA VERNICE ITALIANA

Gebrauchsanleitung

Bitte tragen Sie Atemmaske bei Verwendung von flüchtigen Lösungsmitteln und Handschuhe bei Verwendung von Siccativen

 

Schritt 1

Glättung der Holzoberfläche mit Schachtelhalmsegmenten, dann polieren mit einem geiegneten Stein. Färbung des Holzes mittels UV-Licht und/oder mit einer alkoholischen Lösung von Kurkume oder Krappwurzel.

Sollten sich die Holzfasern wieder aufrichten, kann man mit dem Stein nachpolieren (außer man will z.B. an der Decke einen anderen Effekt erzielen).

Schritt 2

Auftragen des Porenfüllers: Abhängig davon, wieviel Gewicht man dem Holz zugeben will, stehen zur Verfügung: Tripel sehr  leicht, Bims mittelschwer,  Vulkanerde mittelschwer, Glaspulver schwer.

Für eine Violine nimmt man 3ml Lack (am besten mit Hilfe einer Injektionsspritze) und gibt diesen auf eine Glas- oder Steinplatte. Man gibt ca. 1ml Terpentinöl oder Testbenzin und 1 Tropfen Siccativ dazu  und mischt. Falls man die Holzporen besser sichtbar machen will, kann man ein wenig Pigment zufügen.

Man gibt etwas trockenes Pulver auf die Holzoberfläche und mit einem mit Lack befeuchteten Läppchen reibt man das Pulver ein, bis die Oberfläche glänzt. Die dabei verwendete Lackmenge bestimmt die Eindringtiefe das Lackes in das Holz.  Zuviel Pulver kann man mit einem trockenen Lappen abreiben.

Dieser Schritt kann eventuell wiederholt werden. Trockenzeit im UV-Licht: Wenige Stunden.

Schritt 3

Auftragen der ersten Schicht

Wenn die Oberfläche überall glänzt  und die Farbe des Holzgrundes zufriedenstellend ist, kann die erste Farblackschicht aufgetragen werden. Für eine Geige gibt man etwa 4ml Lack auf die Glasplatte und fügt eine kleine Menge Pigment zu. (Pigmente sollten vor dem Zugeben möglichst fein gemahlen sein). Man mischt nun das Pigment mit Hilfe eines Glasläufers  oder eines Steines in den Lack.  Jedes einzelne Farbpartikelchen sollte von Lack überzogen sein, so erzielt man die größtmögliche Transparenz. Man Kann Verdünnung (wie in Schritt 2) zufügen um das Mischen zu erleichtern. Beilängerem Arbeiten wird das mehrmals nötig sein, weil das Verdünnungsmittel verdunstet. Wenn die Emulgation fertig ist, fügt man einen Tropfen Siccativ zu.

Man trägt nun eine möglichst dünne Lackschicht auf, mit einem steifen Pinsel oder mit den Fingern (diese Methode ergibt meist dickere Schichten, die länger zum Trocknen brauchen. Man kann aber einen mit dem Pinsel aufgetragenen Lack nachträglich mit den Fingern abgleichen. Man hängt das Instrument zum Trocknen ins UV-Licht und sieht nach ca 30 min nach, ob sich Tropfen etc. gebildet haben. Diese können jetzt noch leicht  mit dem  Finger weggewischt werden. retuschieren ist jetzt schwierig, wesentlich einfacher später am trockenen Instrument.  Trockenzeit: etwa 48 Stunden. Wenn zu früh geschliffen wird, kann sich der Lack abschälen.

Falls man eine komplett glatte Oberfläche wünscht, muß man nach jeder Schicht schleifen, am besten mit Schleifpapier 1200 und wenig Leinöl, welches nachher möglichst gut entfernt werden muß. Kleine Reste stören aber nicht, weil das Öl auch im Lack enthalten ist.

Einige ältere Untersuchungen zeigen, daß in der unteren Lackschicht auch Pulver enthalten war („gesso“). Um diesen Effekt zu erzielen, kann man der ersten Schichte 10 % des Pulvers beifügen,welches bereits als Porenfüller verwendet wurde.

Schritt 4

Man kann nun eine oder zwei weitere Lagen auftragen. Falls der Lack schlecht haftet, fügt man einige Tropfen gekochtes Leinöl zu. Zu viele Schichten können den Ton beeinflussen.

Letzter Schritt

Nach neuerlichem Schleifen kann man den Lack auf zwei Arten fertigstellen:
1. Politur mit Schellack/Benzoe  oder besser
2. Man stellt einen stark verdünnten farblosen Lack her, z.B. 2ml Lack + 2ml Verdünnung. Diesen Lack trägt man sehr rasch und gleichmäßig mit dem Pinsel auf – nach dem Trocknen ist keine weitere Behandlung notwendig.

Trocknungszeit nach der letzen Schicht : mindestens 2 Wochen